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Vom erfolgreichen Umgang mit dem Unplanbaren

Bereits zum zehnten Mal lockte der traditionelle Wirtschaftsapéro der Agenda 21 SO, des Vereins Region Thal/Naturpark Thal und weiterer Partner am 30. Januar 2019 Unternehmerinnen und Unternehmer nach Balsthal in die Eventhalle der Jomos AG. Die Halle war auch in diesem Jahr mit über 300 Gästen bis auf den letzten Platz gefüllt.

Landammann Roland Fürst legte in seinen Grussworten die Problematik der langfristigen Planung vor dem Hintergrund des stetigen Wandel aus Sicht der Regierung dar. Richtlinien und Regelwerke weisen den Rahmen für die Regierung, doch auch innerhalb dieser gelte es, sich Opportunitäten zu Nutzen zu machen. „Ein Sportler bereitet sich auf einen Wettkampf vor, genauso können wir uns alle vorbereiten und – wenn der Zufall kommt – zugreifen und die Chance nutzen“, so Roland Fürst.

Marianne Wernli, Leiterin Ausbildung bei der International Fire Academy IFA, Balsthal, gewährte einen Einblick in die Planung des Unplanbaren bei Feuerwehreinsätzen. Hier müssen Entscheidungen in extrem kurzen Zeitfenstern getroffen werden, und die Feuerwehr muss unter den unterschiedlichsten Rahmenbedingungen in ihrem breit gefächerten Einsatzbereich rasch handeln können. Feuerwehreinsätze könne man nicht im klassischen Sinne planen. Doch dem Unplanbaren könne mit einer praxisnahen Ausbildung begegnet werden, die befähigt zu entscheiden und auch bei herausfordernden Situationen ermöglicht, flexibel zu reagieren.

Peter Kammer, ehemals Inhaber und CEO des Gastgebers Jomos AG, erzählte vom Ergreifen von Chancen, welche sich ergeben können, wenn man ihnen den Raum gibt. Er ist überzeugt, dass man das Glück und den Zufall erst erkennen kann, wenn man eine Vision hat. Bei der Verwirklichung dieser solle man das Glück und den Zufall provozieren und Ursachen dafür schaffen.

Hochleistungscoach Jens Braak sprach in seiner Keynote unter anderem über die Rolle des Zufalls. Diese werde oft unterschätzt, wenn man Pläne für die Zukunft mache. Schaue man jedoch auf die Vergangenheit, springe sie einem sofort ins Auge. Der Zufall spielte eine Rolle beim Kennenlernen des Partners ebenso wie bei beruflichen Karriereschritten und unternehmerischen Erfolgen. „Eine gute Strategie ist dann besonders zielführend, wenn der Zufall immer mitgedacht wird“, so Braak. Es lohne sich, mit Offenheit und einer positiven Haltung Neuem zu begegnen, um dem Zufall eine Chance zu geben. Die Chancen anschliessend zu erkennen und zu verfolgen seien weitere wichtige Schritte für ein erfolgreiches Zufallsmanagement.

Landammann Roland Fürst und die Referenten unter der Leitung von Moderatorin Anita Panzer diskutierten in einem Kurzpodium den Sinn und die Grenzen von Planung und den Umgang mit dem Unplanbaren. Fazit: Es braucht eine klare Vision, die deteillierte Form dieses Plans ist jedoch weniger entscheidend. Wichtig für den Erfolg ist aus Sicht der Podiumsteilnehmer vielmehr eine zielorientierte und zugleich flexible Haltung, die einen Plan B oder C zulässt.

Beim abschliessenden Apéro riche mit auserlesenen Thaler Köstlichkeiten hatten die Gäste die Möglichkeit
zum ungezwungenen Austausch und zur Pflege ihres persönlichen Netzwerks.

Wirtschaftsapéro 01.02.2018 Foto Noemi Tirro klein

Podium am Wirtschaftsapéro 2018