Tour de Région macht dieses Jahr Station bei Jabil Switzerland Manufacturing GmbH in Balsthal

11. September 2020

Die Tour de Région war unter anderem mit Landamann Brigit Wyss, Bruno Born und Pierino Menna zu Gast bei Jabil in Balsthal.

Die Jabil Switzerland Manufacturing GmbH in Balsthal ist spezialisiert auf die Herstellung komplexer und innovativer Gesundheitsprodukte, wie chirurgische Instrumente und Implantate. Dass die «Tour de Région» mit namhaften Vertreterinnen und Vertreter der Region wie u. a. mit Landammann und Regierungsrätin Brigit Wyss, Gemeindepräsident Pierino Menna und Bruno Born, Präsident Verein Region Thal zu Corona-Zeiten das Werk Balsthal besuchen können, ist nicht selbstverständlich. Dass beim Eintreten eine Wärmebildkamera die Körpertemperatur der Besucher misst und eine generelle Maskentragpflicht herrscht, scheint heute fast schon normal zu sein.

«Wir lieben unseren Job, weil wir Menschen helfen können.»

Diesen Satz von Plant Manager Patrick Wyss, den er zu Beginn des spannenden Rundgangs durch die Produktionshallen äussert, diesen spürt man auf Schritt und Tritt. Bei der Präsentation der Produkte, bei der Schilderung der Prozesse sowie in der Motivation des Teams.

Jabil in Balsthal und Hägendorf produzieren insgesamt 5'600 verschiedene Produkte: Vom meistverkauften Implantat mit einer Auflage von jährlich 2 Mio. Stück bis hin zu Spezialinstrumenten für Operationen für den internationalen Markt. «Wir machen unseren Mitarbeitern immer wieder bewusst, dass die Produkte der Gesundheit von Menschen dienen, ihnen helfen und die Lebensqualität verbessern. Denn so ist auch allen bewusst, dass die Sicherheit unserer Mitarbeitenden und die Qualität der Produkte höchste Priorität haben», erläutert Patrick Wyss die Philosophie des Unternehmens. 

Der Standort Balsthal ist Teil des grossen Auftragsfertigungsverbundes von Jabil, der weltweit an die 200'000 Mitarbeiter beschäftigt. «Jeden Tag hat ein Mensch ein Produkt in der Hand, dass von Jabil produziert wurde, so umfassend ist die Produktpalette des amerikanischen Mutterkonzern», so Patrick Wyss.

3D-Druckverfahren am Standort Balsthal

Im 3D-Druck Entwicklungszentrum taucht die Delegation der «Tour de Région» in eine hochmoderne, transparente und vernetzte Arbeitswelt ein. Futuristisches Design, in der Mitte die Arbeitsplätze der Entwickler, rundherum der moderne Anlagenpark nur durch Scheiben getrennt. «Dies ermöglicht unseren Spezialisten jederzeit den Blick auf die Umsetzung ihrer Arbeit», erklärt Sherline Wunder, Leiterin der Abteilung 3D-Druck. Hier werden neue Produktionsprozesse für die Herstellung von Instrumenten und Implantaten entwickelt, die enorme Einsparungen an Material, Zeit und Kosten ermöglichen: «Anstelle Material heraus zu fräsen, bauen wir hier in der Produktion Schicht um Schicht auf. Dadurch entsteht praktisch kein Materialabfall mehr», so Sherline Wunder.

«100% unserer Lehrabgänger werden in die Berufswelt integriert.»

Die Produktionsstätten Hägendorf und Balsthal bildet momentan 34 Lernende in den Berufen Logistiker, Konstrukteur, Produktions- und Polymechaniker, ICT Fachmann, Fachmann Betriebsunterhalt und Kaufmännische Angestellte aus. Insgesamt kommen sieben davon aus dem Thal.

«Dass wir hier die Produkte fertigen, die den Menschen direkt helfen, ist ein Privileg. Dieser Stolz und diese Leidenschaft möchten wir unseren Lernenden mitgeben, denn unser Ziel ist klar: Wir möchten sie so ausbilden, dass sie anschliessend auch bei uns bleiben», erzählt Philipp Erni, Berufsbildungsverantwortlicher. Einzigartig ist das Rochaden-Programm, das sie den auszubildenden Polymechaniker und Konstrukteure anbieten: Alle durchlaufen einen einmonatigen Einsatz im 3D-Druckzentrum, um die komplexen Abläufe im 3D-Druck zu verstehen. Dass diese Fachkräfte zukünftig in dieser Abteilung eingesetzt werden können, ist bereits heute Realität: «Meine Erfolgsgeschichte als Ausbildungsleiter ist, dass ein Polymechaniker, der vor einem Jahr bei uns seine Lehre abgeschlossen hat, heute angestellter Mitarbeiter im 3-D Druckzentrum ist. Zudem hatten wir letztes Jahr einen Lernenden als Konstrukteur EFZ, der als erster im Kanton Solothurn in der Fachrichtung 3D- Druck seine Lehre abgeschlossen hat.» Philipp Erni betont aber auch die Wichtigkeit der Heterogenität der Angestellten aus verschiedenen Stufen, dass es den Arbeiter an der Maschine genauso brauche, wie die Mitarbeitenden mit höheren Ambitionen.

Mehr Informationen zu Jabil Switzerland Manufacturing GmbH: https://www.jabil.com/