Asiatische Hornisse melden

Die asiatische Hornisse bedroht unsere einheimischen Insekten (Bestäuber). Helfen Sie uns die invasive Art zu bekämpfen!

Die Asiatische Hornisse ist eine invasive Art und breitet sich auch bei uns im Thal rasch aus. Sie jagt Honigbienen, Wildbienen und andere Insekten, die für Bestäubung, Landwirtschaft und das natürliche Gleichgewicht wichtig sind. 

Eine wirksame Bekämpfung ist nur möglich, wenn die asiatische Hornisse und deren Nester frühzeitig erkannt und gemeldet werden. Die Mithilfe der Bevölkerung ist entscheidend für den Erfolg bei der Bekämpfung der asiatischen Hornisse: Jede Meldung zählt!

So gehen Sie richtig vor 

  1. Ausschau halten (ab März): Rund ums Haus unter Vordächern, an Garagen und Unterständen, in Hecken und Büschen, in Nistkästen und bei Bienenstöcken. Ab Sommer vor allem an reifen Früchten und in Baumkronen.

Wenn Sie eine verdächtige Asiatische Hornisse oder deren Nest entdecken: nicht selbst bekämpfen, sondern melden:

  1. Abstand halten:  Mindestens 5 Meter Abstand zu Nestern einhalten – Asiatische Hornissen verteidigen diese aggressiv.
  2. Beobachten und Erkennen:  Achten Sie auf typische Merkmale. Es gibt einige Unterschiede zwischen der  asiatischen Hornisse und der geschützten einheimischen Hornisse (siehe Bilder unten).
  3. Foto oder Video machen (Tier oder Nest) und Standort möglichst genau notieren. 
  4. Melden! Meldung verdächtige Hornissen oder Nester über die nationale Plattform: www.asiatischehornisse.ch oder Kontaktaufnahme mit der Regionalstelle Thal. Nach der Meldung sind keine weiteren Schritte notwendig, wir kümmern uns darum! 

Mit ihrer Aufmerksamkeit und einer raschen Meldung leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Imkerei, Landwirtschaft und Insektenwelt im Thal.

So erkennen Sie die asiatische Hornisse 

Die Asiatische Hornisse wird leicht mit der geschützten einheimischen Europäischen Hornisse verwechselt. Die asiatische Hornisse ist etwas kleiner als die Europäische Hornisse. Typisch für die unerwünschte Insektenart sind der dunkle Hinterleib mit einem gelb-orangen Band und die gelben Beinenden. Merke: Die asiatische Hornisse ist überwiegend dunkel (schwarzbrauner Körper) im Vergleich zur deutlich helleren heimischen Hornisse mit gelbem Hinterleib. 

So erkennen Sie ein Nest der asiatischen Hornisse 

Ab März werden kleine kugelförmige Embryonalnester und ab Mai Primärnester gebaut. Diese tennisball- bis handballgrosse Nester befinden sich oft in Bodennähe: z.B. unter Vordächern, an Garagen und Unterständen, in Hecken und Büschen sowie in Nistkasten und sind oft gut sichtbar.

Ab Juli werden bis zu 80cm grosse birnenförmige Sekundärnester gebaut, diese sind meist hoch oben in Bäumen (10-40m). Sie sind aus papierartigem Material (grau-beige geschichtet) und haben ein seitliches Einflugloch. 

 

Im Vergleich dazu haben die Nester der geschützten einheimischen Hornisse ihren Nesteingang auf der Unterseite des Nestes (Nestboden offen). 

Was man nicht tun sollte

  • Keine unnötige Annäherung an Nester
  • Keine Nester selbst entfernen oder zerstören
  • Kein Gift einsetzen
  • Keine Fallen einsetzen, diese fangen viele andere Insekten und sind nicht wirksam 

Warum frühes Handeln entscheidend ist

  • Ein Volk der asiatischen Hornisse produziert deutlich mehr Individuen als einheimische Hornissen 
  • Die Tiere jagen intensiv andere Insekten, besonders Bienen
  • Unentdeckte Nester führen zu schneller Ausbreitung 
  • Die Nester können sehr gross werden und befinden sich später oft hoch in Bäumen, was eine professionelle, aufwendige und damit teure Bekämpfung notwendig macht

Je früher ein Nest entdeckt wird, desto einfacher und kostengünstiger ist die Bekämpfung und die Entwicklung grosser Völker kann verhindert werden. Besonders wichtig ist daher die Entfernung von Primärnestern im Frühling.

Einheimische Arten sind schützenswert

Alle einheimischen Arten, wie die heimische europäische Hornisse, sind absolut schützenswert! Sie leisten wichtige Beiträge zur Bestäubung, zur natürlichen Schädlingsregulation und dienen verschiedenen Vogelarten als Nahrung.

Koordinierte Bekämpfung im Naturpark Thal

In den Gemeinden des Naturpark Thal koordiniert und organisiert die Regionalstelle Thal die Bekämpfung der Asiatischen Hornisse.

  • Die Regionalstelle Thal organisiert und koordiniert alle Massnahmen 
  • Speziell ausgebildete Scouts prüfen gemeldete Sichtungen vor Ort 
  • Nester werden fachgerecht und sicher entfernt (durch ausgebildete Nestentferner)
  • Die Massnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit den Gemeinden und dem Kanton
  • Die Regionalstelle Thal ist eine Partnerschaft zwischen Bienen Thal und Naturpark Thal 

Durch dieses koordinierte Vorgehen kann die Ausbreitung gezielt und wirksam eingedämmt werden – zum Schutz unserer heimischen Insekten und der Natur im Thal.