
Förderung der Fledermäuse im Thal
Im Naturpark Thal leben verschiedene Fledermausarten, die in der Schweiz zu den bedrohten oder gefährdeten Tierarten zählen. Darunter das graue und das braune Langohr und das grosse Mausohr.
Bei uns in der Infostelle in Balsthal erhalten Sie den Bausatz für passende Fledermauskästen für CHF 25.–. Inklusive Schrauben, Anleitung und Merkblatt. Sie können bar oder mit TWINT bezahlen.

Verborgene Lebensräume – Sommer wie Winter
Fledermäuse verbringen die Tagesruhe im Sommer an geschützten, dunklen Orten wie Baumhöhlen, Dachstöcken, Fledermauskästen, Mauerspalten oder Kellern. In der kalten Jahreszeit ziehen sie sich für den Winterschlaf in Höhlen, Stollen oder andere frostsichere Verstecke zurück.
Nachts unterwegs auf leisen Flügeln
Nach Sonnenuntergang begeben sich Fledermäuse im Sommer auf die nächtliche Jagd nach Insekten. Dabei legen sie teils Strecken von über 20 Kilometern zurück. Sie nutzen bevorzugt dunkle Flugkorridore entlang von Waldrändern, Hecken oder Fliessgewässern, um sich sicher durch die Landschaft zu bewegen.
Lebensräume voller Leben
Für die Nahrungssuche sind insektenreiche Lebensräume entscheidend. Besonders attraktiv sind blütenreiche Gärten, Wiesen, Viehweiden, Hochstammobstgärten und naturnahe Wälder.
Was Fledermäuse brauchen
Damit Fledermäuse im Naturpark Thal dauerhaft überleben können, sind also folgende Voraussetzungen wichtig:
- Geschützte, dunkle Sommer- und Winterquartiere
- Dunkle Flugkorridore entlang von Waldrändern, Hecken und Gewässern
- Insektenreiche Jagdgebiete mit strukturreichen Landschaften
Mithelfen, Fledermäuse im Naturparkt Thal zu fördern. So geht es:
- Bitte nicht stören. Schlafplätze schützen.
- Einheimische Blumen, Sträucher und Bäume pflanzen. Gestalten Sie Ihren Garten naturnah und fledermausfreundlich. Wir beraten Sie kostenlos.
- Alte und absterbende Bäume stehen lassen.
- Fledermauskasten anbringen. Kasten selber bauen oder bei uns beziehen (vgl. unten).
- Nachtbeleuchtung reduzieren, Verzicht auf Fassadenbeleuchtungen.
- Verstecke, Ein- und Ausflugöffnungen erhalten (Verzichten auf unnötige Vergitterungen von kleinen Öffnungen am Dach und an der Fassade)
- Fledermausberatung bei Gebäude- und Dachsanierung einbeziehen (https://fledermausschutz-so.ch/)
- Erfolgreich besiedelte Kästen sowie Fledermaus-Funde an die regionale Koordinationsstelle im Kanton Solothurn melden: info(at)fledermausschutz-so.ch, Notfalltelefon: 079 330 60 60
Der Naturpark berät Sie, wenn Sie für Fledermäuse:
- Einen fledermausfreundlichen Garten schaffen möchten
- Pflanzenvielfalt im Garten erhöhen möchten
- Bäume pflanzen möchten
Einen Fledermauskasten kaufen oder selbst bauen möchten
Tipps zum richtigen Aufhängen der Fledermauskästen
- Mindestens 3 – 4 m über dem Boden, wo ein freier Anflug möglich ist (d.h. unterhalb/seitlich keine Äste oder andere Hindernisse)
- Unerreichbar für Katzen und Marder
- Ausrichtung nach Süd, Ost, Nord; idealerweise zeitweise besonnt
- Nicht dem Wind ausgesetzt (im Windschatten)
- An nachtdunklem (keine direkte Beleuchtung), ruhigem, wenig frequentiertem Ort
- Nicht über Fenstern, Balkonen, Hauseingängen oder Sitzecken montieren (Kot kann herunterfallen)
- Vorzugsweise an Gebäudeecken (geeigneter als mitten auf der Fassade)
- Aufliegend, gut befestigt, so dass sie nicht wackeln
- Nur ungiftige Materialien einsetzen, Innenseite nicht streichen
Sichtkontrolle von unten in die Kästen sollte möglich sein
Anleitung Bau Fledermauskasten
- Fledermauskasten mit 1-Kammer (einfache Bauart)
- Fledermauskasten mit 2-Kammern (empfohlen von Fledermausschutz Kt. SO). Quelle: Fledermausverein Bern
- vgl. Merkblatt des Fledermausverein Bern


