Pflanzen im Thal

Die grossflächigen Wald- und Weidegebiete des Thals sind Lebensraum für verschiedene gefährdete, seltene und attraktive Pflanzenarten. Im Naturpark werden diese Arten und ihre Vernetzung gefördert.

Die regionstypischen Arten zeigen nur einen Ausschnitt aus der Vielfalt, die im Naturpark Thal zu finden ist.  Diese Arten haben aufgrund der noch grossen Populationsbestände im Thal und der gesamtschweizerischen Gefährdungssituation eine besondere Stellung.

Bitte tragen Sie Sorgfalt zur Natur. Pflücken Sie oder treten Sie nicht auf seltene Arten. Geniessen Sie den Anblick und nehmen Sie sich gerne ein Foto als Erinnerung mit nach Hause!

Zu entdecken:

Orchideen / Orchidaceae

Von der Ragwurz über die Türkenbundlilie zur Spitzorchis und dem Roten Waldvöglein... Die Vielfalt an Orchideen im Thal ist bedeutend. Lassen Sie sich Zeit und entdecken Sie diese versteckten Schönheiten überall im Naturpark Thal. 


Rosen / Rosa spp.

Auf den Juraweiden, an Waldrändern oder in den lichten Wäldern des Naturparks sind mehr als ein Dutzend verschiedene wilde Rosenarten zu finden.  Sie sollten unbedingt an den Planzen riechen, denn ob Filz-Rose (Rosa tomentosa), Alpen-Hagrose (Rosa pendulina), Hunds-Rose (Rosa canina) oder Wein-Rose (Rosa rubiginosa) – jede hat ihren eigenen einzigartigen Duft.


Heumatten

Die Heumatten im Naturpark Thal sind weit über die Region hinaus bekannt. Diese Trespenwiesen bestehen häufig aus über 60 verschiedenen Pflanzenarten, darunter die Aufrechte Trespe (Bromus erectus) oder das Zittergras (Briza media). Was im Frühling wunderbar blüht, verwandelt sich im Herbst zu wohlriechendem Heu.


Juraweiden

Die Juraweiden des Thals sind ebenfalls von grosser Bedeutung, nicht nur für die Pflanzenwelt. Die stachelige Berberitze (Berberis vulgaris) und der Weissdorn (Crataegus monogyna) schaffen Struktur in der ansonsten niedrigen Vegetation und damit auch Lebensräume für Heidelerche und Co. Dazwischen findet man überall den Gelben Enzian (Gentiana lutea), der zwar vom Vieh gemieden, aber vom Menschen als Magenbitter und Digestif geschätzt wird.


Einzigartige Schätze im Naturpark Thal

Felsen-Bauernsenf / Iberis saxatilis

Eine mediterrane Art der Brassicaceae, welche in der ganzen Schweiz einzig im trockenwarmen Felsgebiet der Klus und der Ravelle (nördlich Oensingen) vorkommt. Sämtliche anderen Vorkommen in der Schweiz dürften erloschen sein. Nördlich der Alpen ist lediglich ein weiterer Standort im französischen Jura bekannt.


Grenobler Nelke, Dianthus gratianopolitanus

Der Schweizer Jura und dabei vor allem die Region Thal hat einen grossen Anteil an der gesamten Verbreitung dieser Art, die hier allgemein als «Fluehnägeli» bezeichnet wird. Die Bestände sind aufgrund ihrer geringen Grösse sehr verletzlich.